Stimmige Stabsübergabe

GOSSAU. Am Jahreskonzert des Tambourenvereins Fürstenland wurde vor vollen Reihen der musikalische Leiter Roman Lombriser verabschiedet. Übernommen hat sein Amt Marco Willi.
Jahreskonzert2015-Tagblatt

MANUELA BRUHIN

Der Fürstenlandsaal war am Sonntag bis auf den letzten Platz gefüllt. Über tausend Zuschauer verfolgten das bunte Treiben des Tambourenvereins Fürstenland auf der Bühne. Mit ihrem abwechslungsreichen Programm, welches Stücke von «Muscadin» über «Speed» bis hin zu «Base Jump» beinhaltete, hatten die Musiker das Publikum gleich zu Beginn auf ihrer Seite.

Schweizer Meister als Stargast
Auch die Jungtambouren erhielten für ihre Leistungen grossen Applaus. Unter der musikalischen Leitung von Mirco Meienhofer überzeugten die Nachwuchstrommler. Besonderes Highlight des Konzerts war Stargast Ivan Kym. Der mehrfache Schweizer Meister im Einzeltrommeln trumpfte mit einer Spezialeinlage auf. Der musikalische Leiter der Tambouren, Roman Lombriser, kennt Kym bereits seit Jahren. Viele Stücke stammen aus den Federn der beiden bekannten Tambouren.

Ein besonderes Gefühl
Im zweiten Teil des Jahreskonzerts überzeugten die Tambouren mit ihrer Perkussions- und Kodoshow. Die japanischen Trommeln sorgten für viel Action auf der Bühne. Zum Schluss wartete schliesslich noch ein besonderes Ereignis. Roman Lombriser übergab das Amt an seinen Nachfolger Marco Willi. Ein besonderes Gefühl, wie Lombriser kurz vor dem Konzert bestätigte: «Ich freue mich darauf, dass wir in dem langjährigen Mitglied Marco Willi einen fähigen und geeigneten Nachfolger gefunden haben.» Über 20 Jahre lang überzeugte Lombriser als musikalischer Leiter. Er wurde in der kurzen Laudatio auf der Bühne als «kreativer Kopf des Vereins» bezeichnet. Nun sei der passende Zeitpunkt gekommen, einem anderen Platz zu machen, findet Lombriser: «Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.»

Erfolgreiche Nachwuchsarbeit

Das Jahreskonzert ist jeweils gleichzeitig auch Gelegenheit, das Gelernte der Jungtambouren der Öffentlichkeit zu zeigen. «Einige sind erst seit rund acht Monaten mit dabei», so Lombriser. Gerade im Hinblick auf die erfreulichen Zuschauerzahlen am Jahreskonzert trage die Nachwuchsarbeit einen grossen Anteil dazu bei. Man verzeichne im Verein einen konstanten Zulauf an Jungtambouren, müsse aber auch dafür kämpfen. Mit verschiedenen Anzeigen, Werbung und Ferienpassangeboten mache man auf den Tambourenverein aufmerksam. Lombriser: «Wir sind überzeugt, dass wir gerade auch wegen der Nachwuchsarbeit erfolgreich sind.» Im August bietet sich Interessierten die Gelegenheit, bei den Proben des Tambourenvereins reinzuschnuppern. Im September ist neuer Kursbeginn für Anfänger.

Original unter http://goo.gl/HuRwHc